Die wichtigsten Begriffe

Zur Bewältigung dieser Datenmengen stehen eine ganze Reihe von Technologien zur Verfügung.

  • DSL / xDSL (Digital Subscriber Line)
    Digitaler Teilnehmeranschluss (Internet über Kupferkabel), in Form von xDSL als Oberbegriff aller DSL-Varianten gebräuchlich
  • VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line)
    DSL-Technik, die über kurze Kupferkabel gegenüber älteren Techniken wesentlich höhere Datenübertragungsraten liefert.
  • G.fast (Fast Access to Subscriber Terminals)
    Die neuste DSL-Technologie mit hoher Bandbreite für kurze Strecken
  • DOCSIS (Data Over Cable Service Interface Specification)
    DOCSIS ist ein Standard, der die Anforderungen für Datenübertragung in einem Breitbandkabelnetz festlegt.
  • Vectoring
    Eine Verbesserung der VDSL-Technik, die das unerwünschte Übersprechen zwischen benachbarten Kupferleitungen kompensiert und so die Geschwindigkeit der Datenübertragung erhöht.
  • FTTx (Fiber To The x)
    Wörtlich „Faser bis zum x“, Oberbegriff für alle Formen des Glasfaserausbaus
  • FTTH (Fiber To The Home)
    Ausbau der Glasfasernetze bis in die Steckdosen in Wohnungen und Geschäften
  • FTTB (Fiber To The Building)
    Ausbau der Glasfasernetze bis in die Gebäude
  • FTTS (Fiber To The Street)
    Ausbau der Glasfasernetze bis kurz vor die Gebäude in Strassenschächten, um zu lange Strecken zu Ortsverteilern oder Kästen zu verkürzen.
  • FTTC (Fiber To The Curb)
    Wörtlich „Faser bis zum Randstein“, d.h. Ausbau der Glasfasernetze bis zu den Verteilerkästen im Quartier
  • HFC-Netze (Hybrid Fiber-Coax-Netze)
    Netze, die über weite Distanzen aus Glasfaserleitungen, aber auf den letzten Strecken in den Quartieren aus Koaxialkabeln bestehen. Diese Koax-Kabel bzw. TV-Kabel sind sehr gut abgeschirmte Kupferkabel, die fürs Kabelfernsehen (Cable TV bzw. CATV) verlegt wurden und über welche hohe Datenraten übertragen werden können.
  • RFoG (Radio Frequency over Glass)
    Ermöglicht es, Rundfunksignale über HFC-Netze zu übertragen. So können Gebäude bereits mit Glasfasern erschlossen werden, während man innerhalb der Gebäude oder Wohnungen weiterhin bestehende Koax-Kabel und Netzanlagen zur Verbreitung von TV, Radio, Internet und Telefonie nutzen kann.
  • OAN (Open Access Network)
    OAN ermöglicht mehreren konkurrierenden Dienstanbietern, ein gemeinsames Zugangsnetz zu den Endkunden zu nutzen. Nationale und regionale Unternehmen öffnen ihre Glasfasern für konkurrierende Netzbetreiber. Netzbetreiber offerieren über verschiedenartige Netze (Glasfaser, Koax, Kupfer) Datentransportdienste für verschiedene Anbieter von Fernmeldediensten wie TV, Internet und Telefonie. Als Vergleich kann ein Strassennetz dienen, das für konkurrierende Transporteure offen ist. Die Transporteure wiederum liefern Produkte von verschiedenen Versandhäusern an die Endkunden.
  • WLAN (Wireless Local Area Network)
    Lokales Funknetz für bis zu 100 Meter Distanz, bzw. mit Richtfunkantennen über 10 und mehr Kilometer.
  • WiFi (Wireless Fidelity)
    Die Wi‑Fi‑Allianz zertifiziert WLAN-Produkte verschiedener Hersteller auf der Basis des IEEE-802.11-Standards, um so den Betrieb unterschiedlicher Geräte miteinander zu gewährleisten (Interoperabilität). Aktuell gibt es die Standards von WiFi 4 (802.11n) mit bis zu 600 Mbit/s bis WiFi 7 (802.11be) mit bis zu 46 Gbit/s. WiFi 8 ist in der der Vorbereitung.
  • 4G- / 5G-Netze
    Unter 4G und 5G werden global unterschiedliche Mobilfunkstandards der 4. bzw. 5. Generation in einem Oberbegriff zusammengefasst. Weiterentwickelte Technologien der Vorgängergenerationen werden mitunter durch Halbschritte gekennzeichnet, z.Bsp. 3.5G.
  • HSPA+ (High Speed Packet Access)
    Eine Weiterentwicklung des UMTS-Standards (Universal Mobile Telecommunications System)
  • LTE (Long-Term-Evolution)
    Aktuelle Technologie im Mobilfunk, auch als 4G bezeichnet. Als „LTE Advanced“ Vorläufer der 5G-Technologien
  • AON (Active Optical Network)
    Bei AON greift wie DSL auf den Verteilerkasten am Straßenrand zu. Jede Nutzerin und jeder Nutzer erhält darüber einen eigenen Port in der Netzstruktur, eine Art eigene Leitung zum Provider. Deshalb wird die verfügbare Bandbreite zwischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht aufgeteilt, was bei passiven Glasfasernetzwerken der Fall ist. Für Provider sind aktive Netze allerdings kostspieliger: Sie enthalten Komponenten wie Router, Switches und Verstärker, die Verteilerkästen sind wartungsintensiv und verbrauchen viel Strom.
  • GPON (Gigabit Passive Optical Network)
    Bei GPON teilen sich mehrere Haushalte dieselbe Leitung zum Provider; passive Splitter führen die Kabel zusammen. Damit ist das PON – wie das TV-Kabelnetz – ein sogenanntes Shared Medium: Hier teilen sich mehrere Haushalte die verfügbare Bandbreite.
  • XGS-PON (10 Gigabit Symmetric Passive Optical Network)
    Hier handelt es sich um eine Weiterentwicklung von GPON und liefert symmetrisch 10 Gbit/s im Up- und Downstream. Da ein XGS-PON eine andere Wellenlänge als ein GPON verwendet, ist der Einsatz beider Techniken im selben Netz möglich.